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Hinter den Masken: Wir werfen einen Blick auf den Skin Gesichtswandlerin für Sombra

Hinter den Masken: Wir werfen einen Blick auf den Skin Gesichtswandlerin für Sombra

Ein Schauspieler in schillernden, reichlich verzierten Gewändern bewegt sich elegant im Takt der rhythmischen Musik. Einen Trommelschlag und ein Fächerwedeln später blickt das Publikum in eine purpurrote Maske mit grimmigem Ausdruck. Doch mit nur einer leichten Handbewegung schaut stattdessen ein blasses Gesicht mit einem Grinsen in die Menge – die Mundwinkel zur Grimasse eines unheimlichen Hofnarren verzerrt.

Wie gelingt es ihnen, so fesselnde Kunststücke mit überragendem Geschick darzubieten?

Das bleibt wohl für alle Ewigkeit ein wohlgehütetes Geheimnis der 200 verbliebenen Meister in der Kunst des Bian Lian. Zur Feier des Mondneujahrs 2020 schließt sich auch Sombra mit ihrem legendären Skin Gesichtswandlerin ihren Reihen an.

Bian Lian lässt sich etwa mit „Gesicht wechseln“ übersetzen und ist eine besondere Form der Sichuan-Oper, die im 17. Jahrhundert zu Zeiten der Qing-Dynastie entstanden ist. In ihren Anfängen war diese Art der Kunst noch recht simpel: Schauspieler haben bei Aufführungen nur wenige Male ihre Masken gewechselt. Heute bringen professionelle Künstler mit mehr als 18 verschiedenen Masken innerhalb einer Show ihr Publikum zum Staunen. Sombra stehen bloß sechs Masken zur Verfügung – sie hat also noch eine Menge Luft nach oben, bis sie in die Riege der Meister des Maskenwechsels aufsteigen kann.

In ihrer neuesten Gestalt wechselt sie ihr Gesicht so schnell und leicht, wie sie sonst Organisationen infiltriert. Für das Team hinter Design und Implementierung des Skins war es aber bei Weitem kein Kinderspiel, Sombra zwischen mehr als zwei verschiedenen Gesichtern wechseln zu lassen.

Suchst du etwa nach mir?

Während Künstler der klassischen Sichuan-Oper ihre Maske mit einem Nicken, einer Handbewegung oder einem Fächerschwung im Nullkommanichts wechseln können, ist Sombra für ihren Maskenwechsel selbstverständlich mit hochmoderner Technologie ausgestattet. In einem Moment trägt sie noch die rot-schwarz-goldene Maske des legendären Affenkönigs Sun Wukong aus „Die Reise nach Westen“, doch nach einem kurzen Aufflackern ziert Sombras eigenes Calavera-Motiv ihr Gesicht. Jede Maske ist passend im eleganten Stil der Sichuan-Oper verziert. „Sombra strahlt Verspieltheit und Eleganz aus. Wenn man diese beiden Attribute mit ihren mit Glitches durchzogenen Fähigkeiten und ihrer Verstohlenheit kombiniert, ist Sombra die perfekte Wahl für das gesamte Maskenwechselthema“, findet Concept Artist Daryl Tan, der diesen Skin entworfen hat. Als Hackerin muss sie ihre wahre Identität verschleiern. Deshalb ist Sombra es gewohnt, ihre äußere Erscheinung nach Bedarf zu ändern.

Im traditionellen Bian Lian werden Masken blitzschnell und nach Belieben gewechselt. Das Team musste also eine Entscheidung treffen: In welchen Intervallen sollte Sombra ihre Maske wechseln (und dementsprechend auch die hilfreiche kleine Maskenanzeige auf ihrer Maschinenpistole)? „Wir wollten sie zunächst nur bei den wichtigsten Animationen die Maske wechseln lassen: Zum Beispiel, wenn sie unsichtbar bzw. wieder sichtbar wird oder ihre ultimative Fähigkeit einsetzt“, erinnert sich Gotch. „Das kam aber im Spiel oft überhaupt nicht zur Geltung. Deshalb haben wir uns entschieden, sie ihre Maske in regelmäßigen Abständen wechseln zu lassen.“

Sombra wechselt insgesamt zwischen sechs verschiedenen Masken. Lead Character Outsource Supervisor John Gotch bezeichnet dieses Feature als größte Hürde bei der Entwicklung des Skins. „Wir mussten einen Weg finden, die Masken im Spiel wechseln zu lassen, vor allem auch in dem Rhythmus, den wir uns vorgestellt hatten“, so Gotch. „Nachdem das 3D-Modell fertiggestellt war, mussten wir Daryls 2D-Maskenentwürfe auf das 3D-Modell übertragen. Gemeinsam mit dem Effects-Team haben wir es dann ins Spiel integriert. Bei der Implementierung des Skins in die Engine haben wir mit gerade mal zwei Masken angefangen. So haben wir unsere Technik auf Herz und Nieren geprüft werden, um sicherzustellen, dass Spieler am Ende wirklich auch alle unterschiedlichen Masken im Spiel sehen würden.“

Das Ergebnis dieses Vorstoßes auf technologisches Neuland? Ein dynamisches und kulturell vielfältiges Konzept mit futuristischem Design. Sombras Maskenarsenal wird durch ihr auffälliges und aufwendig verziertes Outfit ergänzt. Der gesamte Look ist an die prachtvollen Kostüme der Sichuan-Oper angelehnt und bleibt trotzdem dem einzigartigen Stil von Overwatch treu. „Bei der visuellen Integration ging es darum, die schillernde Erscheinung der Oper mit der Ästhetik des Spiels zu vereinen“, erzählt Tan. Er erklärt weiter, dass das Team bei der Konzipierung solcher Skins Hilfe bei Menschen aus dieser Kultur sucht und um ihren Beitrag bittet. „Meistens sind die nur einen Steinwurf entfernt, denn Blizzard selbst ist eine bunte Mischung aus den unterschiedlichsten Kulturen. Sobald wir die Quintessenz eines Themas erfasst und es mit unseren Charakteren in Einklang gebracht haben, arbeiten wir an der Overwatch-Ästhetik. Danach wenden wir uns wieder an unsere Mitarbeiter und Partner auf der ganzen Welt. Sie schauen dann, ob wir den Nagel auf den Kopf getroffen haben.“

Schon in den vergangenen Jahren sind alle Skins zum Mondneujahr diesen Prozess unterlaufen. So verschmelzen wir lebendige Mythen und Sinnbilder mit der futuristischen Atmosphäre von Overwatch.

  • 2017 wurde das Team von der legendären Geschichte des Mönchs Tang Sanzang und seinen Anhängern Zhu Bajie, Shā Wùjìng und Sun Wukong dazu inspiriert, eine Reihe von Skins in Anlehnung an die Hauptcharaktere aus Wu Cheng'ens Roman „Die Reise nach Westen“ zu entwerfen.
  • Im Jahr 2018 waren es die „Vier Symbole“ der chinesischen Astronomie (Qinglong, Zhuque, Xuanwu und Baihu), die von Pharah, Mercy, Zarya und Genji verkörpert wurden.
  • Und 2019 haben die großen Kriegsherren aus Luo Guanzongs weltberühmtem Roman „Die Geschichte der Drei Reiche“ ihren Weg zu Overwatch gefunden: Lü Bu, Guan Yu, Zhuge Liang, Zhang Fei und Huang Zhong wurden in all ihrer bärtigen Pracht und in kunstvollen Rüstungen zum Leben erweckt.

In diesem Jahr hat sich das Team seine Inspiration außerhalb der Welt der Mythen und Bücher geholt und sich für die zwei neuen legendären Skins zum Mondneujahr in völlig unbekannte Gefilde vorgewagt: die Oper. „Die chinesische Oper hat einen sehr speziellen Stil und strotzt vor kulturellem Reichtum. Für das Team war dieses Thema eine wahre Fundgrube für unsere Skins“, erklärt Tan. „Es gibt optisch einfach viel her und bietet unendlich viele, interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Herauszufinden, wie wir das mit unseren Charakteren vereinen konnten, war sehr spannend.“

Für Gotch und Tan hat dieses Thema zusätzlich auch eine persönliche Dimension.

Gotch erzählt von einem Urlaub in der chinesischen Provinz Sichuan, den er gemeinsam mit seiner Frau im letzten Jahr verbracht hat. „Wir sind auf einer der belebten Straßen entlanggeschlendert und meine Schwiegermutter hat uns in ein winziges Teehaus geführt. Dort gab es solch eine Opernaufführung“, erinnert er sich. „Und in einer der Aufführungen kamen Maskenwechsel vor. Insgesamt war die Oper dort eine völlig neue Erfahrung für mich. Sie unterscheidet sich komplett von der Oper in westlichen Ländern. Aber der Teil mit dem Maskenwechsel war absolut beeindruckend. Ich war fasziniert von den vielen verschiedenen Masken und davon, wie schnell sie gewechselt werden konnten.“ Glücklicherweise begann das Overwatch-Team nur wenige Monate später, erste Ideen für das Event zum Mondneujahr zu sammeln. So entstand das erste Konzept zum Skin Gesichtswandlerin für Sombra. Gotch war Feuer und Flamme und ihm war klar, dass das finale Design die Fähigkeit besitzen musste, zwischen den Masken zu wechseln. „An diesem Punkt habe ich mich direkt an Daryl Tan gewandt. Ich erklärte ihm, dass die Masken wechselbar sein mussten, wenn wir das Wesentliche dieser Kultur wiedergeben wollten. Er war voll und ganz dafür und hoffte, dass wir es auch umsetzen könnten.“

Tan erinnerte sich während der Entwicklung des an die Oper angelehnten Skins häufig zurück an seine Jugend in Singapur. „Als ich 14 war, haben wir eine Peking-Oper an unserer Schule aufgeführt. Ich habe damals daran mitgewirkt“, erzählt er. „Eine Gruppe professioneller Künstler hat uns damals alles beigebracht. Vom kunstvollen Make-up bis zu den wunderschönen Kostümen – ich durfte alles miterleben. Ich habe den Bösewicht gespielt, der mit seinen Schlägern Mädchen aus einem Dorf entführen wollte und von einem Helden in weißem Gewand zur Strecke gebracht wurde. Der wurde von meinem besten Freund gespielt. Es hat einige Monate und harte Arbeit gekostet, die ganzen Tanzschritte des Stückes einzustudieren und zu koordinieren. Aber am Ende hat es sich mehr als gelohnt.“

Und so wie Tan bei seiner Aufführung ist auch Sombra es gewohnt, bei Bedarf in die Rolle eines Bösewichts zu schlüpfen. Sombra wird häufig als Frau mit zwei Gesichtern betrachtet. Aber mit diesem Skin bringt sie ihre wahre Vielseitigkeit zum Ausdruck. „Das Maskenwechseln aus der Sichuan-Oper ist ein sehr markantes Thema, das wir in unser Skindesign integrieren wollten. Sombra ist der perfekte Deckel für diesen Topf“, sagt Tan. Für einen Charakter, der schon in jungen Jahren eine falsche Identität angenommen hat, um sein wahres Ich zu verbergen, sind die sechs Masken des neuen Skins nur eine kleine Ergänzung in Sombras Sammlung von Identitäten. Welches ist ihr wahres Gesicht? Das werdet ihr wohl nie erfahren.

Das Glück ist auf eurer Seite

Feiert gemeinsam mit uns in Overwatch das Jahr der Ratte und bietet euren Gegnern mit dem neuen Skin Gesichtswandlerin für Sombra die Stirn. Bis zum 5.  Februar feiern wir das Mondneujahr 2020 mit noch mehr saisonalen Extras, aufregenden wöchentlichen Herausforderungen und Belohnungen sowie dem neuen Brawl Flaggeneroberung: Blitz.